Project GREEN

Gegen das Plastikzeitalter



Plastik im Meer und die Folgen für die Meerestiere, aber auch für uns – die Verschmutzung der Meere ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Gerade hier in diesem Land wird jeder, der einen öffentlichen Strand aufsucht, im Meer schwimmt oder taucht mit Plastikflaschen, -tüten und vielen anderen Plastikteilen buchstäblich konfrontiert. Deutschland versucht die Plastikflut durch Pfand für Plastikflaschen und dem Obolus für Plastiktüten einzudämmen.

Da lag es nahe, dass die Schülerinnen und Schüler des IBs an der Deutschen Internationalen Schule in Sharjah sich mal mit dem Thema ‚Plastik im Meer’ beschäftigen. Die Ausgangsidee war, ein Beach Cleaning zu organisieren. Um erst einmal zu untersuchen, wie lange Plastik braucht um sich in Wasser aufzulösen – und löst es sich auf frei von Rückständen, wurden Experimente gemacht und Plastikteile in Wasser ‚eingelegt’, in Süßwasser und in Salzwasser, wobei die Schülerinnen und Schüler versucht haben das Salzwasser chemisch so aufzubereiten, dass es dem Meerwasser so ähnlich wie möglich ist.

Je mehr die jungen Menschen recherchierten, desto mehr wurde ihnen die Gefahr für die Umwelt bewusst und desto größer wurde das Projekt. Nachdem Kosmetika auf Plastikrückstände untersucht wurden, die auch tatsächlich in nicht unerheblichen Umfang nachgewiesen werden konnten, war klar, wie wenig wir Menschen darüber wissen oder nachdenken, wie oft und wie sehr wir Mikroplastik in unserem Alltag ausgesetzt sind. Der nächste Schritt war dann, zu recherchieren, welche Gefahr Mikroplastik für unseren Körper bedeutet. Und die Ergebnisse fielen so aus, dass aus der Idee ein Beach Cleaning zu veranstalten ganz schnell die Idee wurde, den Gebrauch von Plastik in der Schule so weit wie möglich einzuschränken.

Und da legten die Schülerinnen und Schüler richtig los:

  • das Beach Cleaning wurde auf den 5.12. festgelegt
  • ein Logo für unsere hoffentlich bald plastikfreiere Schule wurde entwickelt
  • eine Präsentation angefertigt, die zumindest die anderen Schülerinnen und Schüler informiert, aufklärt und zur Mitarbeit animiert, denn es soll ein Projekt für die ganze Schule werden
  • das Cafeteria Besteck und Geschirr soll durch härteres Plastik ersetzt werden und statt Säfte und Wasser in Plastikflaschen zu verkaufen wird Wasser und Wasser mit Geschmack in große Glasgallone hingestellt
  • eine Liste von möglichen Sponsoren für das Projekt „Green School“ angedacht
  • Plastikflaschen sollen so weit es geht reduziert werden und durch sichere Glasflaschen ersetzt werden
  • ein zweites Event ist in Planung: ein „Run for the Oceans“
  • Adidas wurde angeschrieben, weil Adidas mit seinem Pojekt „run for the oceans“ pro gelaufenen Kilometer 1 US Dollar für das Projekt „Parley Plastic Ocean Program“ spendet: Schritt für Schritt gegen die Plastikverschmutzung der Meere.
  • Überlegungen wurden angestellt, wie die Schulöffentlichkeit informiert werden kann (Weihnachtsmarkt, Homepage, Informationsveranstaltungen für die SMV, den Vorstand, die Eltern, auf der Lehrerkonferenz, ...)
  • Es wird daran gearbeitet die Plastikmappen durch Papiermappen zu ersetzen
  • Überlegungen angestellt, wie die Öffentlichkeit in Sharjah informiert werden kann
  • Es werden verschiedenfarbige Mülleimer eingeführt, die Plastik und den restlichen Müll trennen sollen (zusätzlich wird die Klasse mit dem wenigsten Plastikmüll mit einem Ausflugtag belohnt)
  • Überlegungen angestellt, wie weitere Schulen eingebunden werden können.
  • Eine Garten-AG wird für das neue Schuljahr eingeführt, die den Schülern aus der 3 bis zur 10 Klasse zur Verfügung stehen soll

Aus der Idee ein Beach cleaning zu veranstalten, ist nun ein richtig großes Projekt geworden, das unsere Schule nachhaltig verändern wird, wenn alle mitziehen. So soll Schule sein, sich entwickeln, so macht Schule Spaß!