Sekundarstufe

Konzept

Die Sekundarstufe umfasst die Klassen 5 bis 10. Dabei gilt die 5. Klasse als Orientierungsstufe, das Bindeglied zwischen der Grundschule und der Sek I. Der Unterricht erfolgt im Klassenverband auf der Grundlage der Lehrpläne des Bundeslandes Thüringen.

Die DISS bietet die Möglichkeit an, den Hauptschulabschluss (nach Klasse 9), den Realschulabschluss sowie die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe (nach Klasse 10) und den IB-Abschluss (nach Klasse 12) zu erwerben.

Klasse 5

Die Klasse 5 bildet die schulformunabhängige Orientierungsstufe, in der die aus der Grundschule erlernten Methoden vertieft und mit Inhalten des Fachunterrichts der Sek I verknüpft werden. Am Ende der Klasse 5 werden die Schülerinnen und Schüler nach Schulformen (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) eingestuft.

Vorbereitend zu dieser Einstufung finden im Laufe des Schuljahres drei Klassenkonferenzen statt, in der sich alle in Klasse 5 unterrichtenden Lehrer über die Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler austauschen und beraten. Auf diese Weise werden frühzeitig Gespräche mit den Eltern darüber erfolgen, welche Schulform für die Schülerinnen und Schüler eine möglichst erfolgreiche Schullaufbahn bietet. Die DISS bemüht sich, durch organisatorische und pädagogische Maßnahmen den Einstieg ins Gymnasium zu erleichtern.

Am Ende der Klasse 5 gibt die Klassenkonferenz eine Schullaufbahnempfehlung, bei der die folgenden Gesichtspunkte als Grundlage dienen:

  • Leistungen und Leistungsentwicklung, insbesondere in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch
  • Sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Abstraktionsvermögen
  • Interessenlage und Engagement im Unterricht und bei außerunterrichtlichen Maßnahmen
  • Praktische Fertigkeiten

Sind Eltern mit der Einstufung ihres Kindes nicht einverstanden, können sie bis zum Ende des aktuellen fünften Schuljahres schriftlichen Einspruch erheben. Die Elternentscheidung ist für das 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe 6 bindend. Eine endgültige Entscheidung über die Einstufung trifft die Klassenkonferenz am Ende des 1. Halbjahres der Jahrgangsstufe 6.

Grundsätzlich sind Schullaufbahnwechsel aufgrund der Leistungsentwicklung bis zum Ende der Jahrgangsstufe 8 möglich.

Klasse 6-10

Ab Klasse 6 – nach der erfolgten Schulformeinstufung – werden die Schülerinnen und Schüler weiterhin gemeinsam in einer Klasse unterrichtet. Den unterschiedlichen individuellen Wissens- und Lernvoraussetzungen begegnen unsere Lehrkräfte mit Binnendifferenzierung und einer adäquaten Methodik. Kooperative Unterrichtsformen bilden einen festen Bestandteil des Unterrichts.

In Klasse 6 erfolgt als weitere Fremdsprache Französisch, verpflichtend für die Gymnasiasten und Realschüler. Entsprechend den Schulgesetzen des Landes gibt es zusätzlich Arabischunterricht.

In Klasse 9 ist ein zweiwöchiges Betriebspraktikum, das Einblicke in die Berufswelt ermöglichen soll, obligatorisch.

In Klasse 10 erfolgen zentral gestellte Abschlussprüfungen, entsprechend der Einstufung wahlweise in den Fächern Deutsch, Mathematik und/oder Englisch. Eine mündliche Prüfung findet in einem weiteren Fach statt. Eine zusätzliche Präsentationsprüfung zu Beginn des Schuljahres bereitet die Schülerinnen und Schüler auf ihre Prüfungen vor.

Real- und Hauptschule

Der Unterricht für Realschüler und Hauptschüler erfolgt als binnendifferenzierter Unterricht, also in einem gemeinsamen Unterricht mit den Gymnasiasten, allerdings mit abgestuften Leistungsermittlungen.

Für den Wechsel vom Realschul- in den Gymnasialzweig (letzter Wechsel von 8 nach 9 möglich) ist ein Notendurchschnitt von 2,5 in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und einer Naturwissenschaft sowie ein Durchschnitt von mindestens 3,0 in den anderen Fächern notwendig. Außerdem muss der Schüler eine zweite Fremdsprache belegt haben.
Realschüler und Hauptschüler schließen ihre Schulzeit mit zwei (Hauptschüler: einer) zentral gestellten schriftlichen Prüfung(en) wahlweise in den Fächern Deutsch, Mathematik oder Englisch und einer mündlichen Prüfung in einem dieser oder einem weiteren Fach ab. In die Endnote werden die Jahresleistungen nach den Vorgaben der Prüfungsordnung zu 50% eingerechnet. Im Erfolgsfall erreichen die Schüler damit den „Mittleren Schulabschluss“ bzw. den „Hauptschulabschluss“.

IB Zugang

Mit einem erweiterten Realschulabschluss oder der Zugangsberechtigung für die Oberstufe, kann man an der DISS in das IB Diploma Programme eintreten.

Abitur Zugang

Realschulabsolventen mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe müssen die 10. Klasse auf gymnasialem Niveau wiederholen, bevor sie in die 11. Klasse, den Beginn der Qualifikationsphase fürs Abitur, an einer anderen Schule eintreten können.

Vorlesewettbewerb

Einnmal im Jahr findet zwischen den drei deutschen Schulen in Sharjah, Dubai und Abu Dhabi ein Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen statt. Hierzu treffen sich alle drei Schulen mit ihren besten „ Lesern“ aus der 6. Klasse in Dubai und gehen mit jeweils zwei Klassensiegern ins Rennen. Jeder Teilnehmer liest zunächst einen bekannten Text aus einem selbstgewählten Buch vor. In der nächsten Runde müssen die Schüler/innen aus einem unbekannten Buch vorlesen. An diesem großartigen Tag wird dann der Landessieger der Deutschen Schulen ermittelt.

Förderung



Berufs- oder Studienwahlprogramm


Zielsetzung

„Die Schülerinnen und Schüler werden zur Aufnahme einer Berufsausbildung befähigt und sie werden auf eine begründete Berufswahlentscheidung vorbereitet. Die Schule vermittelt und fördert die dafür notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Arbeitshaltungen.“ (laut Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Thüringen)


Übersichtsraster des Angebotes an unserer Schule

Die Berufs- oder Studienwahl ist eine wichtige Entscheidung. Jedoch ist sie keine Endgültige.
Neuerungen in der Wissenschaft oder persönlichen Lebenssituation können Neigungen befördern oder neue Wege eröffnen. So ist der Arbeitsprozess kein Singularer mehr wie noch vor ca. 70 Jahren. Flexibilität und Prozesshaftigkeit stehen als Antwort. Eine von uns konzipierte kompetenzorientierte Anlage, auf Basis der potentiale ihres Kindes, möchte sicherstellen dass ihr Kind seine Berufung findet.